Mit Federboas und Zigarettenspitzen geschmackvoll dekorierte Damen begleitet von Herren in exquisiten Maßanzügen, langen Mänteln und Gamaschen, strömen in den Cotton Club. Unbeeindruckt von den anwesenden dubiosen Typen steppen im Scheinwerferlicht spärlich bekleidete Tänzerinnen zu Charlestonrhythmen,während sich im Schutze des Schummerlichts die "High Society"amüsiert. Champagner aus Heizungsrohren, Whiskey aus Spazierstöcken - die Prohibition konnte das "Big Business" mit dem Alkohol nicht verhindern...

"Hände hoch, Herrschaften!..." Razzia?!... doch keine Gummiknüppel, sondern die blitzenden Läufe AI Capones berüchtigter Gang richten sich auf die gut betuchten Gäste. "... während meine Männer die Kollekte einsammeln, spielen die Jungs von der Band meinen Lieblingssong- "Sweet and Hot"...". Heutzutage ist der Handel mit Alkohol legal, AI Capone eine Legende und ein Tanzorchester im Stil der 20/30er Jahre hat Seltenheitswert. Eine solche Rarität sind “The Swingin' Bluebirds" aus Dresden. Der Originalsound der rauhen Zwanziger, mal charmant, mal zickig, der Klang der frühen Dreißiger, mal sweet, mal hot bringt die Luft zum vibrieren, wenn die Bluebirds die faszinierende Musik dieser Ära präsentieren . Das Repertoire der Band umfaßt vor allem Arrangements der Bands um Fletcher Henderson, Joe "King" Oliver, Duke Ellington, den McKinneys Cotton Pickers, der Mills Blue Rhythm Band, sowie vielen vielleicht weniger populären Orchestern, deren Aufführungen schon vor über 70 Jahren das Publikum entzückten.
eswareinmal
 

english
myspace